Gedichte

Sonntag, 31. Oktober 2004

Die Welt

Einst ein Planet kreist um einen Stern. Das Licht gebrochen in tausend Fragmente. Der Schatten der Trabanten fällt auf die Seite. Das Gute und das Böse vereint in der ewigen Macht der Zeit.

Da, wo einst ein stiller Ozean aus Gedanken, da ist nun ein Bild. Erstarrt wie ein Tropfen in der Kälte und doch nicht tot. Der Herr der Gezeiten wandert durch die Nacht. Klamm das Ich, zerbrochen das Jetzt. Woher nimmst Du den Mut, zu erkennen, was dahinter ist?

Enthülle den Spiegel zu deiner Seele. Das Morgen könnte verstreichen, ohne bemerkt zu werden. Ein Blick, nur kurz, den Rahmen zu sprengen. Das Hier verbleibt in einem Moment der Unschärfe. Klar die Tiefe, der Grund, der Abgrund in Dir.

Spuren im Sand, die verwehen. Der Kreis schließt sich in der Frage. Jedoch, zuerst die Antwort. Kann das eine existieren ohne das andere? Wer weiß? Wisse und sprich. Doch gut gewählt sollen sein Deine Worte. So wie ein Vogel frei in den Lüften, so frei mögen Deine Gedanken sein. Genährt aus dem Wissen erkennst Du die Realität. Verborgen in den Schlupfwinkeln der Sagen und Mythen, da wo der Glaube den Fortgang der Dinge bestimmt. Dort suche und finde. Dort, wo der Realismus keinen Platz hat, dort beginnt der Weg zu Deiner Welt.

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