Montag, 1. November 2004

Das Eichhörnchen

EichhörnchenDen heutigen Morgen nutzte ich, einen kleinen Spaziergang durch den nahe gelegenen Park zu unternehmen. Der Himmel war bewölkt. Doch das störte mich nicht. Auch andere Wesen bevölkerten den Park. Nicht nur Menschen. Auch Wasserhühner, Tauben, Gänse und eine Herrschar von Eichhörnchen waren schon früh unterwegs. So kam es gelegentlich vor, dass eines dieser kleinen Fellknäuel meinen Weg kreuzte. Stets blieb ich stehen, damit es nicht zu sehr erschreckt würde. Jedoch eines war entweder äußerst unerschrocken oder etwas kurzsichtig. Es schaute mich an und kam dann auf mich zu. An meinen Schuhen verharrte es einen Augenblick, um dann mit einem Satz an meinem Hosenbein empor zu klettern. Als es schon auf Höhe meiner Hüfte war, schaute es mich verdutzt an. Da schien es seinen Irrtum bemerkt zu haben. Scheinbar war ich der ungewöhnlichste Baum, den es je gesehen hatte. Flink kletterte es zum Boden und von dort ins sichere Gebüsch. Doch bevor es verschwand, drehte sich das Eichhörnchen nochmal zu mir um. Es wollte wohl ganz sicher sein, dass ich kein Baum bin.

Sonntag, 31. Oktober 2004

Die Welt

Einst ein Planet kreist um einen Stern. Das Licht gebrochen in tausend Fragmente. Der Schatten der Trabanten fällt auf die Seite. Das Gute und das Böse vereint in der ewigen Macht der Zeit.

Da, wo einst ein stiller Ozean aus Gedanken, da ist nun ein Bild. Erstarrt wie ein Tropfen in der Kälte und doch nicht tot. Der Herr der Gezeiten wandert durch die Nacht. Klamm das Ich, zerbrochen das Jetzt. Woher nimmst Du den Mut, zu erkennen, was dahinter ist?

Enthülle den Spiegel zu deiner Seele. Das Morgen könnte verstreichen, ohne bemerkt zu werden. Ein Blick, nur kurz, den Rahmen zu sprengen. Das Hier verbleibt in einem Moment der Unschärfe. Klar die Tiefe, der Grund, der Abgrund in Dir.

Spuren im Sand, die verwehen. Der Kreis schließt sich in der Frage. Jedoch, zuerst die Antwort. Kann das eine existieren ohne das andere? Wer weiß? Wisse und sprich. Doch gut gewählt sollen sein Deine Worte. So wie ein Vogel frei in den Lüften, so frei mögen Deine Gedanken sein. Genährt aus dem Wissen erkennst Du die Realität. Verborgen in den Schlupfwinkeln der Sagen und Mythen, da wo der Glaube den Fortgang der Dinge bestimmt. Dort suche und finde. Dort, wo der Realismus keinen Platz hat, dort beginnt der Weg zu Deiner Welt.

Samstag, 30. Oktober 2004

Willkommen

Dies ist mein erster Eintrag. Deshalb möchte ich euch recht herzlich grüßen. In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten wird sicher der ein oder andere Eintrag dazu kommen. Dessen bin ich mir sicher.

Aber eine Frage steht im Raum: "Was erwartet mich?"

Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um meine Gedanken, so alltäglich oder abwegig sie auch erscheinen mögen, euch Leserinnen und Lesern zugänglich zu machen. Vielleicht dienen meine Gedanken der Anregung, selbst weiterzudenken - vielleicht aber auch dazu, einen Kommentar zu schreiben, der meine Gedanken beflügeln kann. Was die Zukunft genau bereit hält, ist verhüllt. Doch ich erwarte eine interessante Zeit.

In diesem Sinne...
euer ThinkTwice

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